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Kreditbankenverband: Regulierung gezielt vereinfachen

  • Weniger regulatorische Komplexität ohne Abstriche bei der Stabilität

Eine einfachere Bankenregulierung muss nicht zulasten der Stabilität gehen. Die Deutsche Bundesbank sieht in einer aktuellen Befragung gerade bei übermäßig komplexen Vorgaben sowie Dokumentations- und Verfahrensanforderungen Ansatzpunkte für Vereinfachungen.

„Die Ergebnisse sprechen für einen klaren Kurs: nicht weniger Stabilität, sondern weniger unnötige Komplexität. Dokumentations- und Verfahrensanforderungen, die keinen zusätzlichen Beitrag zur Risikobegrenzung leisten, sollten vereinfacht werden. So lässt sich Regulierung vereinfachen, ohne die Widerstandsfähigkeit der Banken zu schwächen“, sagt Jens Loa, Geschäftsführer des Kreditbankenverbandes.

Für ihre Befragung hatte die Bundesbank im ersten Quartal 2026 insgesamt 15 überwiegend bedeutende Institute zu Wettbewerb und Kreditvergabe befragt. Dabei stellt sie fest, dass die Bankenregulierung sehr komplex geworden ist und nicht alle Vorgaben und ihr Zusammenspiel durchgehend nachvollziehbar und verhältnismäßig sind. Übermäßig komplexe Regeln sowie Dokumentations- und Verfahrensanforderungen können Institute unnötig belasten.

Aus Sicht des Kreditbankenverbandes sollte die laufende Vereinfachungsdebatte deshalb stärker bei der Komplexität des regulatorischen Rahmens ansetzen. Übermäßige Komplexität verursacht Kosten, bindet Ressourcen und erschwert Prozesse. Anforderungen sollten einfacher und konsistenter ausgestaltet werden, wo dies ohne Abstriche bei der Risikobegrenzung möglich ist. Eine gezielte Vereinfachung stärkt damit die Voraussetzungen für ein wettbewerbsfähiges Bankensystem, ohne zentrale Stabilitätsanforderungen abzusenken.

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Daniel Knellesen

Leiter Public Relations